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Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme, ETH Zürich
 
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Netzgestaltungsgrundsätze für den öffentlichen Personennahverkehr in Verdichtungsräumen

Dissertation U. Schäffeler

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Forschungsziel

Die Angebotsqualität eines öffentlichen Verkehrssystems wird massgeblich durch dessen Netzaufbau bestimmt. Die Netzgestaltung ist daher ein Kernelement in der Planung öffentlicher Verkehrssysteme.
Ziel der Arbeit ist die Herleitung allgemein gültiger Netzgestaltungsgrundsätze, die klar verständlich sind und als Argumentationshilfe bei der Rechtfertigung netzrelevanter Massnahmen Verwendung finden können.

Netzgestaltungsproblem

Die Netzgestaltungsgrundsätze sollen Grundlage für einen optimalen Netzentwurf sein. Wie ein optimales Netz aussieht und was unter dem Begriff "optimal" zu verstehen ist muss hierfür definiert werden.

Abbildung1

Die Betriebskosten werden durch die Zahl der sich im Einsatz befindender Kursfahrzeuge pro Flächeneinheit ausgedrückt. Die Angebotsqualität wird durch die vier netzrelevanten Angebotsqualitätskriterien

beschrieben. Diese Angebotsqualitätskriterien lassen sich aus den Netzgestaltungsvariablen bestimmen, die ein öffentliches Verkehrsnetz charakterisieren. Hierfür wird von einem idealisierten Netzmodell ausgegangen, mit konstanten Werten für die Netzgestaltungsvariablen

Idealisiertes Netzstrukturmodell mit kontanten Werten für die Netzgestaltungsvariablen.

Abbildung2

Abbildung der Nachfragewirkung

Die Nachfragewirkung wird mit einem probabilistischen Modell für die Verkehrsmittelwahl geschätzt.

Ergebnisse

Das Optimum zwischen den Netzgestaltungsvariablen Haltestellenabstand, Streckenabstand und Kursfolgzeit folgt bei unterschiedlichen Kursfahrzeugdichten (Betriebskosten) dem in der nachstehenden Abbildung dargestellte Verlauf.

Optimum zwischen Streckenabstand und Kursfolgezeit bei variabler Kursfahrzeugdichte. Gestrichelt sind die Iso-Kursfahrzeugdichte-Linien im logarithmischen Abstand mit Basis 2 eingetragen.

Abbildung3

Der Verlauf des Optimum zwischen Streckenabstand und Kursfolgezeit ist asymptotisch. Die Kursfolgezeiten sollten demnach im Idealfall einen bestimmten Maximalwert nicht überschreiten (im Beispiel 7,5 Minuten).
Unterhalb einer bestimmten Angebotsdichte (im Beispiel bei weniger als 0.5 Kursfahrzeugen pro km2) kann eine höhere durchschnittliche Attraktivität eines öffentlichen Verkehrsnetzes erzielt werden, wenn nachfrageschwache Gebiete weniger dicht erschlossen werden, dafür aber die Kursfolgezeiten auf den verbleibenden, nachfragestarken Linien einen maximalen Wert nicht übersteigen.

Die Attraktivität eines öffentlichen Verkehrsnetzes kann bei gleich bleibender Angebotsdichte resp. Kursfahrzeugdichte durch geringere Netzdichten resp. grössere Streckenabstände zugunsten kleinerer Kursfolgzeiten gesteigert werden.

Abbildung4
 

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